Brüssel (EU-Kommission) - Die Kommission hat ihre neue sozialpolitische Agenda vorgestellt, mit der sie im Rahmen
der umgestalteten Lissabonner Strategie für Wachstum und Arbeitsplätze das europäische Sozialmodell modernisieren
möchte, meldete das Nachrichtenportal www.wirtschaftsnachrichten.org.
Die neue Agenda konzentriert sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und gleicher Chancen für alle und
soll gewährleisten, dass die Vorteile der Wachstums- und Arbeitsplatzinitiative der EU allen Mitgliedern der
Gesellschaft zugute kommen. Durch die Modernisierung der Arbeitsmärkte und der Sozialschutzsysteme werden die
Menschen Chancen nutzen können, die sich ihnen im Zuge des internationalen Wettbewerbs, des technologischen
Fortschritts und der gewandelten Bevölkerungsstruktur bieten.
Damit leistet die sozialpolitische Agenda einen
Beitrag zum Schutz der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Der für das Ressort Beschäftigung, Soziales
und Chancengleichheit zuständige Kommissar Vladimír Špidla sagte: „Diese dynamische neue Agenda wird dazu beitragen,
dass die Bürger das bekommen, was sie am meisten wünschen, nämlich menschenwürdige Arbeitsplätze und soziale
Gerechtigkeit. Die neue sozialpolitische Agenda basiert auf zwei Hauptprioritäten, und zwar Beschäftigung und
Bekämpfung der Armut sowie Förderung der Chancengleichheit.
Diese Hauptprioritäten dienen der Verfolgung zweier
wichtiger Strategieziele der Kommission für die nächsten fünf Jahre: Wohlstand und Solidarität. Sie befürwortet
Partnerschaften, an denen sich Behörden auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene, Vertreter der Arbeitgeber
und der Arbeitnehmer sowie NRO beteiligen. Hinsichtlich der Priorität Beschäftigung wird sich die Agenda auf
folgende Maßnahmen konzentrieren: